



Am 10. und 11. März 2026 trafen sich die Projektpartner des Verbundprojekts R2K-Klim+ zum Workshop im Forschungsinstitut für Wasserwirtschaft und Klimazukunft an der RWTH Aachen (FiW). Im Mittelpunkt standen aktuelle Entwicklungen bei den projekteigenen Werkzeugen sowie die Weiterentwicklung des Entscheidungsunterstützungssystems KLAUS.
Ein zentraler Bestandteil des Workshops war die Vorstellung von vier Werkzeugen, die im Projektverlauf entwickelt wurden oder sich derzeit in der Entwicklung befinden:
- Das Fließwege-Tool von geomer ermöglicht die räumliche Analyse von Wasserfließwegen, also der Wege, die Regenwasser auf der Geländeoberfläche zurücklegt, bevor es in Gewässer oder die Kanalisation gelangt. Damit liefert es eine wichtige Grundlage für die Planung von Maßnahmen gegen Starkregenfolgen.
- Die Verkehrsmodellierung von ZLV zeigte den aktuellen Entwicklungsstand bei der Modellierung von Verkehrssystemen unter sich verändernden Klimabedingungen. Niederschlag, Hochwasser oder Hitzewellen können Verkehrsinfrastruktur beeinträchtigen; das Modell hilft, solche Auswirkungen frühzeitig abzuschätzen.
- Das Maßnahmen-Tool von gaiac unterstützt dabei, konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen für Städte und Gemeinden zu identifizieren, zu bewerten und räumlich zu verorten.
- Die Fact Sheets zum Niedrigwasser der prognos AG bereiten wissenschaftliche Erkenntnisse zu Niedrigwasserereignissen praxisnah und verständlich für verschiedene Zielgruppen auf.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Wissenschaftskommunikation: In einem interaktiven Gallery Walk diskutierten die Teilnehmenden Entwürfe für Poster, mit denen Projektergebnisse für eine breitere Öffentlichkeit aufbereitet werden sollen.
Darüber hinaus standen Use Cases für KLAUS auf der Agenda. KLAUS ist ein digitales Werkzeug und das zentrale Projektprodukt, das Planende in Duisburg dabei unterstützen soll, fundierte Entscheidungen zur Klimaanpassung zu treffen. Die Diskussion im Workshop half dabei, praxisnahe Anwendungsszenarien zu schärfen und weiterzuentwickeln.
Das FiW dankt allen Beteiligten für den konstruktiven Austausch und freut sich auf die Zusammenarbeit in den nächsten Projektschritten.