Im Rahmen des vom BMFTR geförderten Forschungsprojektes R2K-Klim+ wurden Projektergebnisse zur Starkregensimulation unter Berücksichtigung von Kellerräumen im Ernst & Sohn Special „Regenwasser-Management“ Ausgabe April 2026 veröffentlicht.
Im Forschungsprojekt R2K-Klim+ untersucht das FiW gemeinsam mit einem breiten Projekt-Konsortium, wie Kommunen besser auf die Folgen von Starkregen und andere Klimarisiken vorbereitet werden können. Ein aktueller Beitrag im Ernst & Sohn Special „Regenwasser-Management“, der von der geomer GmbH gemeinsam mit dem FiW veröffentlicht wurde, widmet sich dabei der Frage, welche Rolle Kellerräume bei Starkregenereignissen spielen und inwiefern diese künftig stärker in hydraulischen Simulationen berücksichtigt werden sollten.
Bisher werden Keller in Starkregengefahrenkarten meist nicht explizit modelliert, obwohl Kellerschäden in der Praxis einen großen Anteil der gemeldeten Schäden ausmachen. Im Rahmen der Untersuchungen wurden deshalb in zwei Duisburger Stadtteilen Gebäude hinsichtlich ihrer Unterkellerung und möglicher Schutzwirkungen, etwa durch kleine Schwellen an Eingängen oder Kellerfenstern, kartiert und in ein Simulationsmodell integriert. Die Ergebnisse zeigen, dass geflutete Keller einen deutlichen Einfluss auf die Gesamthydraulik haben können, da sie als zusätzliche Retentionsräume wirken und dadurch Überflutungstiefen im Umfeld reduzieren. Gleichzeitig wurde deutlich, dass bereits kleine bauliche Maßnahmen einen wirksamen Schutz vor eindringendem Wasser bieten können.
Die Arbeiten liefern wichtige Erkenntnisse für die zukünftige Bewertung von Starkregenrisiken sowie für Kosten-Nutzen-Analysen von Klimaanpassungsmaßnahmen. Die vollständigen Ergebnisse wurden im Ernst & Sohn Special „Regenwasser-Management“ veröffentlicht und sind hier abrufbar.