Dr. Mohammad Sharif nahm vom 6. bis 10. Juli 2026 an der 17. World Conference on Transport Research (WCTR 2026) in Toulouse, Frankreich, teil. Dort präsentierte er einen gemeinsam mit FiW und Prognos AG erstellten Forschungsbeitrag mit dem Titel „Impacts of Inland Waterway Disruptions on Freight Modal Shifts and Urban Road Congestion: Evidence from the Rhine River“.
Die Forschung befasste sich mit den zunehmenden Herausforderungen, die durch immer häufiger auftretende und intensivere Niedrigwasserereignisse auf dem Rhein entstehen. Diese beeinträchtigen die Zuverlässigkeit des Binnenschiffsverkehrs und stören regionale Gütertransportketten. Die Studie untersuchte, wie temporäre Einschränkungen der Binnenschifffahrt zu einer Verlagerung containerisierter Güterverkehre auf die Straße führten und dadurch die Belastung städtischer Straßennetze erhöhten. Im Mittelpunkt der Analyse stand Duisburg, Deutschlands größter Binnenhafen und zugleich Europas größter Binnenhafen, dessen Straßennetz unter moderaten und extremen Niedrigwasserszenarien untersucht wurde.
Mithilfe simulierter Abflussszenarien wurden die Gütermengen abgeschätzt, die aufgrund eingeschränkter Schiffbarkeit vom Binnenschiff auf die Lkw verlagert werden mussten. Ein dynamischer Simulationsansatz kombinierte diese Güterverkehrsmengen mit einer Analyse der städtischen Verkehrsflüsse, um die Auswirkungen auf die Leistungsfähigkeit des Straßennetzes zu bewerten. Die Ergebnisse zeigten, dass insbesondere zentrale Verkehrskorridore während der Hauptverkehrszeiten erheblich stärker belastet wurden und deutliche räumliche sowie zeitliche Verwundbarkeiten des Straßennetzes sichtbar wurden.
Die Forschung verdeutlichte die Bedeutung einer integrierten, multimodalen Verkehrsplanung sowie klimaresilienter Infrastrukturen, um die Widerstandsfähigkeit von Güterverkehrssystemen zu stärken und die Kontinuität von Lieferketten angesichts zunehmender hydrologischer Extremereignisse sicherzustellen.