R2K-Klim

Rückblick auf die 59. Essener Tagung: Wasserwirtschaft diskutiert Wege zu mehr Resilienz

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Vom 04. bis 06. März 2026 fand die 59. Essener Tagung unter dem Leitthema „Resiliente Wasserwirtschaft“ im Congress Center Ost der Messe Essen statt. Die Tagung wird jährlich vom Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen (ISA) gemeinsam mit dem FiW an der RWTH Aachen e. V. als Mitveranstalter, dem Institut zur Förderung der Wassergüte- und Wassermengenwirtschaft (IFWW) sowie dem Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) organisiert. Im Mittelpunkt der diesjährigen Veranstaltung stand die Frage, wie wasserwirtschaftliche Systeme gegenüber zunehmenden Belastungen, etwa durch Klimawandel, Extremwetterereignisse, neue Schadstoffe oder steigende Anforderungen an Ressourcen- und Energieeffizienz, widerstandsfähiger gestaltet werden können.

Vorträge und Diskussionen behandelten unter anderem Themen wie Abwasserbehandlung, Monitoring, digitale Lösungen, Wasserversorgung, Extremwetterereignisse sowie die Rückgewinnung von Ressourcen aus Abwasser und Klärschlamm. 

Ein wichtiger Beitrag stammte aus dem Forschungsprojekt R2K-Klim+. Den Vortrag „Integrierte Bewertungsmethodik zur Klimaanpassung: Umsetzung des Entscheidungsunterstützungssystems KLAUS in der Stadt Duisburg“ hielt Dr. André Assmann (geomer GmbH), Mark Braun vom FiW war als Co-Autor beteiligt.

Im Projekt entwickelt ein Konsortium unter Federführung des FiW das Entscheidungsunterstützungssystem KLAUS (Klimaanpassung urbaner Systeme). Das Werkzeug soll Kommunen helfen, Klimarisiken systematisch zu analysieren und Anpassungsmaßnahmen zu priorisieren. Dazu werden unterschiedliche Datengrundlagen, etwa zu Starkregen, Hochwasser oder Hitze, zusammengeführt und räumlich ausgewertet. Auf dieser Basis lassen sich Bereiche identifizieren, in denen Klimarisiken besonders hoch sind und Maßnahmen die größte Wirkung entfalten können.

Das System wird derzeit in die Geodateninfrastruktur der Stadt Duisburg integriert und kann künftig auch in anderen Kommunen eingesetzt werden.

Die Essener Tagung dient seit Jahrzehnten als Plattform für den Austausch zwischen Wissenschaft, Ingenieurpraxis, Behörden und Anlagenbetreibenden. Die Beiträge des FiW greifen zentrale Herausforderungen der Wasserwirtschaft auf, etwa den Umgang mit Ressourcenknappheit, den Aufbau resilienter Infrastrukturen und die Umsetzung neuer regulatorischer Anforderungen.